Wassermangel hat Folgen für einzelne Menschen, die Ökosysteme und wirtschaftliche Entwicklung. Außerdem kann die Stabilität politischer Systeme geschwächt werden. Wasserkrisen sorgen immer wieder für politische und auch bewaffnete Konflikte. Ist die Landwirtschaft betroffen, führt dies zu Nahrungsmittelknappheit. Mangelernährung führt bei Kindern zu Wachstumsstörungen und im schlimmsten Fall zum Tode.

Gesundheitliche Schäden

 

Seen und Flüsse trocknen aus. / Der Grundwasserspiegel sinkt bedrohlich.

Jährlich sterben laut World Health Organization (WHO) rund 830.000 Menschen an Durchfallerkrankungen, die durch nicht sicheres Trinkwasser und fehlende Sanitäranlagen verursacht werden. Krankheitserreger werden durch Mangel an sanitärer Versorgung über das Wasser verbreitet. Zu den Krankheiten zählen Cholera, Ruhr, Hepatitis A, Typhus und Polio.

Ein Mensch kann vier Tage ohne Wasser überleben. Der menschliche Körper benötigt Wasser für eine ausreichende Hydration und den Elektrolyt-Stoffwechsel. Elektrolyte sind im Blut verteilt und sorgen für die Funktion unserer Organe und Muskeln. Der Körper eines Erwachsenen besteht zu 60% aus Wasser und der eines kleinen Kindes sogar zu 75%. Ein Mensch benötigt einen Liter pro 20 Kilogramm Körpergewicht. Grob gerechnet sollte jeder Mensch zwei bis drei Liter Wasser täglich zu sich nehmen. Bekommt der Körper nicht genügend Wasser, zeigt er dies durch Warnsignale, wie Verstopfung oder Durchfall. Verstopfung ist ein Zeichen des Wassermangels; Durchfall zeigt den Konsum von verunreinigtem Wassers an. Der Körper kann so nur vermindert Vitamine und Mineralien aufnehmen. Das hat schlechtes Konzentrationsvermögen und allgemeine Schwäche zur Folge. Außerdem breiten sich Durchfallerkrankungen durch mangelnde Hygiene in verunreinigten Sanitäranlagen aus.  Weltweit haben 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.

Gibt es keine durchgreifenden Änderungen in der Klimapolitik, wird sich die Problematik des Wassermangels höchstwahrscheinlich zusätzlich verschärfen. Zusätzlich würden mehr als 40% aller Arten aussterben und 30% aller Küstenfeuchtgebiete verlorengehen.

 

Steigende Durchschnittstemperaturen sorgen für einen steigenden Meeresspiegel.

Trockenheit und Überschwemmungen

Würde man sofort alle Treibhausgase abstellen, würden die Durchschnittstemperaturen trotzdem bis zum Ende des Jahrhunderts um 0,9 Grad Celsius steigen. Bei zunehmenden Emissionen ist sogar ein Anstieg um 6,4 Grad Celsius prognostiziert. Das hat zu Folge, dass der Meeresspiegel bis zu 7 Metern ansteigen wird und das grönländische Eisschild komplett verschwindet. Auf der anderen Seite trocknen Seen und Flüsse aus und der Grundwasserspiegel sinkt regional bedrohlich.

Übernutzung führt zu Versalzung, Eutrophierung (Überdüngung von Gewässern) und dem Verlust von Auen und Sumpfgebieten. Dies erschwert das Flussmanagement und die Genesung städtischer Flüsse. In den letzten hundert Jahre sind über die Hälfte der Sumpfgebiete und Moorlandschaften verschwunden oder zerstört worden. Somit gehen Lebensräume vieler Arten und Anbaugebiete für Reis kaputt. Sumpfgebiete und Moorlandschaften sind ebenfalls Filter, die Gebiete vor Überflutungen schützen.

Das Abpumpen von Grundwasser kann zu Landabsenkungen führen. Wird Wasser aus grundwasserleitenden Schichten und fossiles Wasser abgepumpt, wird die Menge von Wasser in der Hydrosphäre erhöht. Die Hydrosphäre steht für Verdampfungs- und Transportprozesse zur Verfügung. Durch die erhöhte Menge von Wasser in der Hydrosphäre wachsen die Menge an Wasserdampf und die Wolkendecke an. Diese sind die größten Absorbenten von Infrarotstrahlung in der Erdatmosphäre. Durch den Zuwachs von Wasser in der Atmosphäre verändert sich das Klima.

 

Quellen:

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/drinking-water

https://www.welt.de/politik/article1361559/Wassermangel-und-Duerren-sind-unvermeidlich.html

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