Die Deutsche UNESCO-Kommission warnt, dass, sollten keine neuen und natürliche Maßnahmen ergriffen werden, bis 2050 über fünf Milliarden Menschen unter Trinkwassermangel leiden werden.

 Bereits 2015 hat man es geschafft, dass weltweit mehr Menschen Zugang zu einer grundlegenden Trinkwasserversorgung hatten als 2000 – der Anteil stieg von 81 auf 89%. Dennoch haben 2019 weltweit 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Sicheres Trinkwasser ist laut der World Health Organization (WHO) frei von Kontamination, bei Bedarf verfügbar und in räumlicher Nähe des Verbrauchers.

Die WHO spielt eine führende Rolle bei der Bekämpfung von durch Wasser übetragbaren Krankheiten. Sie publiziert frei verfügbare Studien zur Trinkwasserqualität und spricht Empfehlungen für eine verbesserte Sicherheit und funktionierendes Risikomanagement bei der Wasseraufbereitung aus.

Noch nicht einmal 1% der Investitionen der Wasserbewirtschaftung werden in naturbasierte Lösungen investiert, obwohl diese zuletzt stark angestiegen sind. Dabei können Maßnahmen wie Wiederaufforstung, Nutzung von Feuchtgebieten und eine umweltfreundlichere Städteplanung eine große Rolle bei der Verbesserung der Wasserversorgung spielen. Gegenüber klassischen Baumaßnahmen für mehr Wassersicherheit (Stauseen, Bewässerungskanäle, Kläranlagen) ist dies u.U. auch kostengünstiger.

 Im Weltwasserbericht der UNESCO 2018 wird New York als positives Beispiel für ein nachhaltiges Wassermanagement genannt: Die Stadt bietet Landwirten in ihren drei größten Wassereinzugsgebieten Anreize für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Dadurch ist eine Filterung des Wassers aus diesen Gebieten nicht mehr notwendig, wodurch die Stadt jedes Jahr rund 300 Millionen Dollar einspart.

In China sollen Maßnahmen wie grüne Dächer, durchlässige Bodenbeläge und Feuchtgebiete rund um das Stadtgebiet in mehreren Städten helfen, Regenwasser speichern und somit die Wasserversorgung verbessern.

 

Wasser schützen

Um Wasserressourcen nachhaltig zu bewirtschaften, muss Wasser als Lebensraum und Lebensmittel geschützt werden. Es muss für künftige Generationen als Ressource erhalten werden und es müssen Möglichkeiten gefunden werden, wie man Wasser dauerhaft nutzen kann.

Regenwasserspeicherung íst eine Lösung. Eine teure Alternative stellen Meerwasser- Entsalzungsanlagen dar.

Wichtig, vor allem für Schwellenländer und die dritte Welt, wäre eine verbesserte Abwasseraufbereitung. Dies ist in diesen Ländern nicht selbstverständlich. Das geklärte Abwasser kann zur Bewässerung und als Trinkwasser genutzt werden.

Wasser mithilfe von Pipelines von einem Land ins andere umzuverteilen ist bislang finanziell nicht rentabel. In China wurde 2013 ein Teil einer geplanten Wasserpipeline fertiggestellt, die Wasser aus dem Süden in den trockenen Norden befördern soll. Allerdings ist der Preis des importierten Wassers doppelt so hoch wie der des Wassers aus lokalen Quellen. Effizienter wäre es, wenn China Wasser nachhaltiger nutzen und wiederaufbereiten würde.

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/drinking-water

https://www.wiwo.de/technologie/green/china-mega-pipeline-soll-wasser-fuer-100-millionen-menschen-liefern/13548392.html

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