Mit einer fleischlosen Ernährungsweise könnte die Menschheit den Wasserverbrauch halbieren.

Wiederbefüllbare Wasserflaschen verwenden, Wasserspender nutzen statt Plastikflaschen kaufen, den Wasserverbrauch im Badezimmer im Auge behalten, Solarenergie und Regentonnen nutzen- all dies sind “kleine” Maßnahmen, die eine große Wirkung erzielen, wenn genügend Menschen sie umsetzen.

Weggeworfene Plastikflaschen können Chemikalien freisetzen und damit Boden und Grundwasser belasten. Daher sollte man soweit wie möglich auf Plastik verzichten oder dieses zumindest bewusst nutzen. Weiterhin kann jeder Plastikprodukte möglichst lange nutzen und Lebensmittelverschwendung meiden. Würde die gesamte Menschheit auf eine fleischlose Ernährungsweise umstellen, könnte dies den Wasserverbrauch in der Welt halbieren.

Unser Konsum macht einen Unterschied

Der WWF empfiehlt, wenn möglich regionales und saisonales Obst und Gemüse zu kaufen, um virtuelles Wasser einzusparen. Dadurch wird in Anbaugebieten, in denen eine intensive Bewässerung nötig ist, der Wasserstress nicht zusätzlich verschärft.

Dies gilt auch für sogenannte “fast fashion”: Für die Produktion von einem Kilogramm Baumwolle in Indien werden laut Guardian (2015) rund 22.500 Liter Wasser benötigt. Für gewöhnlich liegt der Wasserfußabdruck von Baumwolle bei 10.000 Litern. Warum also wird in Indien soviel mehr Wasser verbraucht?

Neben den ineffizienten Bewässerungsmethoden ist dafür vor allem die Verschmutzung des Wassers mit Pestiziden verantwortlich. Beim Baumwollanbau wird Wasser potentiell so stark verunreinigt, dass es nicht mehr verwendet werden kann.

Exzessives Shopping verursacht also unmittelbar Wasserknappheit in den Teilen der Welt, aus der Baumwolle importiert wird. Durch verantwortungsvollen Konsum kann jeder einen Beitrag leisten, die Wasserknappheit nicht weiter zu verschärfen.

Zudem kann jeder Bürger durch politisches Engagement, z.B. offene Briefe und das Erstellen und Unterschreiben von Petitionen, der Bundesregierung die Problematik unseres nicht nachhaltigen Wasserverbrauchs vor Augen zu führen.

Quellen:

https://waterfootprint.org/media/downloads/Sonnenberg-et-al-2009-Wasser-Fussabdruck-Deutschlands_1.pdf

https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/mar/20/cost-cotton-water-challenged-india-world-water-day

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