4 Fakten über unser Grundwasser
EIn Kabellichtlot: Damit kann an Grundwassermessstellen der lotrechte Abstand zwischen Erdoberfläche und Grundwasserspiegel bestimmt werden.

4 Fakten über unser Grundwasser

1. Wie entsteht Grundwasser?

Grundwasser entsteht größtenteils aus Regenwasser, das im Boden versickert und bis in die im Untergrund vorliegenden Grundwasserleiter (Aquifere) vordringt.

Die Grundwasserneubildung eines Gebiets ist abhängig von der Menge des Niederschlags, der Verdunstung im Gebiet (dabei wird die Verdunstung von Wasseroberflächen oder nicht mit Vegetation bedeckten Oberflächen (Evaporation) und die Verdunstung von Blattoberflächen (Transpiration) unterschieden) und dem Abfluss. Zudem beeinflusst die hydraulische Durchlässigkeit des Bodens die Grundwasserneubildung. Feine Tone und Silte etwa können Wasser im Boden anstauen, sodass es nicht den Grundwasserleiter erreicht.

2. In welcher Form liegt Grundwasser vor?

Es gibt drei verschiedene Arten von Grundwasserleitern (Aquiferen), die von der Geologie des Untergrunds abhängen: Porengrundwasserleiter, in denen das Wasser durch die Zwischenräume zwischen Kiesen oder Sanden fließt. Auch in massiven Gesteinsformationen kann Grundwasser fließen, wenn diese ausreichend Klüfte aufweisen, in denen das Wasser zirkulieren kann. Zuletzt können in Kalkgesteinen Hohlräume gelöst werden, in denen sich das Wasser bewegen kann.

Aquifere werden nach unten hin von einer wasserundurchlässigen Schicht begrenzt.

3. Welcher Teil unseres Trinkwassers wird durch Grundwasser gedeckt?

Laut Umweltbundesamt werden 74% unseres Trinkwasserbedarfs mit Grundwasser gedeckt.

Ist unser Grundwasser durch menschenverursachte Verunreinigungen gefährdet?

Grundsätzlich ist Grundwasser weniger gefährdet als Oberflächengewässer, da die darüberliegenden Bodenschicht einen Schutz vor Verunreinigungen darstellt. Bei übermäßigen Einträgen von etwa in der Landwirtschaft genutzten Stickstoffen und Pestiziden kann es dennoch zu einer Kontamination kommen. In diesem Falle gestaltet sich die Sanierung des Grundwassers sehr viel schwieriger als die von Oberflächengewässern. Daher setzt man im Allgemeinen auf das Vorsorgeprinzip und eine strikte Überwachung, um eine Verunreinigung von vornherein zu verhindern.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen