Ausnahmezustand Australien – Warten auf den erlösenden Regen

Ausnahmezustand Australien – Warten auf den erlösenden Regen

Im August letzten Jahres veröffentlichten wir bereits einen Beitrag über die Brände im Amazonas. Während Brasilien sich gerade noch von dem Schock erholt, trifft es diesmal ein anderes Gebiet unserer Erde noch verheerender. Seit den ersten Medienberichten zu den Buschbränden in Australien wird den Menschen immer mehr bewusst, wie unsere Erde leidet. Seit Oktober 2019 breiten sich die Feuer in Australien aus und schließen sich immer mehr zu einem großen Feuer zusammen. Die Aufmerksamkeit der Medien hielt sich im Oktober noch in Grenzen. Doch das Ausmaß lässt nun die ganze Welt nach Australien schauen.

Der Auslöser

Warmer Winter in Deutschland – Hitzesommer in Australien. Zweistellige Temperaturanzeigen: Kein Schnee – Kein Winter. Während wir uns über die “Wärme” hier beschweren, kämpft Australien mit Rekodtemperaturen mit bis zu 46 Grad Celsius. Australien brennt, aber wer ist Schuld? Ist es der Klimawandel, der fehlende Regen oder doch einfach nur der Mensch? Bekannt ist, dass es sich vermutlich um Brandstiftung handelt. Gegen 183 Personen wurden rechtliche Schritte eingeleitet, die 205 Buschbrandvergehen begangen haben sollen. Auslöser waren also scheinbar weggeworfene Zigaretten und Streichhölzer. Außerdem steht der Vorwurf gegen 53 Personen wegen Nichteinhalten des totalen Brandverbotes und tatsächlich sollen 24 Personen absichtlich Feuer gelegt haben. Also ist der Mensch Schuld? Nicht ganz: Durch den Klimawandel kommt es zu fehlendem Regen. Es ist heiß und trocken. So verbreitet sich das Feuer rasant. Die Natur leistet derzeit wenig Unterstützung, um die Verbreitung der Brände zu reduzieren und aufzuhalten.

Folgen

Sechsmal größer ist die verbrannte Fläche in Australien im Vergleich zu den Folgen im Amazonas. Über 1,25 Milliarden Tiere starben. Darunter viele Koalas, Kängurus, Vögel, Wombats und weitere Kleintiere. Schlimm ist das Ausmaß für die Tierwelt. Sie sind auf Menschen angewiesen, die sie noch vereinzelt retten konnten. Sie verbrennen, fallen erschöpft zu Boden oder verhungern. Der einzige Ausweg: Rettungskräfte, freiwillige Helfer und Regen. Zudem verloren 28 Menschen durch Buschbrände ihr Leben. 

Lichtblick

Den überlebenden Tieren wird Rettung von oben geschickt. Karotten werden für die übrigen Kängurus abgeworfen, da sie sonst verhungern würden. Der monatelanger Kampf scheint noch kein Ende zu nehmen, doch es wird kühler und tatsächlich fiel vor ein paar Tagen wieder ein wenig Regen. Derzeit herrschen wieder mildere 24 Grad Celsius und Regen ist erneut angekündigt.

Die Welt hofft auf Besserung. 

Quellen:

https://www.tagesschau.de/ausland/australien-hitze-braende-101.html

https://www.sozialismus.info/2020/01/sechs-mal-groesser-als-die-braende-im-amazonas/

https://de.wikipedia.org/wiki/Buschbr%C3%A4nde_in_Australien_2019/2020#Sonstige_Auswirkungen

https://www.tagesschau.de/ausland/australien-hitze-braende-101.html

https://www.mimikama.at/allgemein/wurden-ueber-180-brandstifter-in-australien-verhaftet-faktencheck/

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