Die Entwicklung des Wasserverbrauchs in Deutschland

Die Entwicklung des Wasserverbrauchs in Deutschland

Deutsche Haushalte verbrauchen im Durchschnitt weniger Wasser

Mit den Jahren hat sich der Wasserverbrauch in deutschen Haushalten verändert. Während der  Verbrauch des virtuellen Wassers (http://www.students4water.de/wasserverbrauch/) unglaublich hoch ist und durch die Industrie und Landwirtschaft stetig zunimmt, werden die Deutschen in ihren privaten Haushalten sparsamer. *

0
1950
0
1975
0
1990
0
1992
0
1994
0
1996
0
1998
0
2000
0
2004
0
2018

Im Jahr 1950 war der Wasserverbrauch der Deutschen mit 85 Litern pro Person sehr niedrig. Innerhalb der nächsten 25 Jahre stieg der Verbrauch um ganze 40 Liter auf ganze 125 Liter pro Person an. 15 Jahre später stieg die Zahl um 20 Liter an, sodass der Wasservebrauch pro Person bei 145 Litern lag. Nun wurde der Wasserverbrauch über die nächsten Jahre wieder niedriger. 1992 sank die Zahl auf 136 Liter pro Person und zwei Jahre später noch einmal um zwei Liter. Noch einmal zwei Jahre später, also 1996, lag der Wasserverbrauch der Deutschen bei 128 Litern. 1998 und 2000 blieb die Zahl durchschnittlich bei 129 Litern pro Person. Nach der Jahrtausendwende sank der Wasserverbrauch bis zum Jahr 2004 auf 126 Liter. Aktuell (Letzter Stand: 2018) liegt die Zahl sogar wieder niedriger als im Jahr 1975. Heute verbraucht der Deutsche im Durchschnitt 123 Liter in seinem privaten Haushalt.

Gründe für die rückläufige Entwicklung

…gibt es viele. In den letzten Jahren sind die Abwassergebühren stark angestiegen, es wird weniger durch wassersparende Armaturen verbraucht und die Industrie führt Kreisläufe für Kühlwasser ein. Außerdem wird die Toilettenspülung mit weniger Wasser betrieben und in Hessen wurde der sogenannte “Wasserpfennig” eingeführt, was bedeutet, dass 50 Pfennig pro Kubikmeter bezahlt werden. Der Schnitt wird auch größtenteils durch die neuen Bundesländer so stark gesenkt. Beispielsweise lag der Wasserverbrauch in den alten Bundesländer im Jahr 1999 durchschnittlich bei 137 Liter pro Person –  in den neuen Bundesländern nur bei 93 Liter. Die Wasserwerke rechnen weiterhin mit einem Rückgang von 1-2 Prozent pro Jahr.

Die Zahlen haben sich in den letzten 30 Jahren also wieder deutlich gebessert. Doch wie bereits erwähnt sollten wir den Verbrauch des virtuellen Wassers nicht außer Acht lassen. Denn auch hier kann jeder einzelne etwas verändern und die Wasserverschwendung durch den Nichtkauf einiger Produkte weniger unterstützen. Wie das geht, kann man in unserem Beitrag Was kann man selbst tun? nachlesen. Zusätzlich haben wir hier noch ein Quiz zum virtuellem Wasser und einen Wasserfußabdruck-Test verlinkt.

*Angaben in pro Person / am Tag

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen