Gefährliche Cyanobakterien in Gewässern

Gefährliche Cyanobakterien in Gewässern

Heißes Sommerwetter: Perfekt für einen Badetag am See – Auch für Blaualgen

Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen, gibt es allen Gewässern. In geringen Mengen sind sie ungefährlich. Hohe Temperaturen und eine kräftige Sonneneinwirkung tragen zur Ausbreitung der Blaualgen bei. Bei einer massiven Vermehrung durch diese Faktoren gefährden sie Mensch und Tier, da sie bei höherer Konzentration Gifte bilden.

In Gewässern, die betroffen sind, sollte man schwimmen vermeiden. Schluckt man das Wasser oder die Gifte gelangen in die Atemwege können Übelkeit, Durchfall, Gliederschmerzen, Fieber, Atemwegserkrankungen, Haut- und Schleimhautreizungen, Ohrenschmerzen und (Bindehaut-)Entzündungen die Folge sein.  Für Kinder und Haustiere, wie beispielweise Hunde, kann solch eine hohe Konzentration an Cyanobakterien sogar lebensgefährlich werden.

Der grün-blaue Bakterienfilm sammelt sich besonders am Ufer und in der Nähe von Schilf. Einige Blaualgen bilden grünliche Schliere oder Teppiche. Besonders gut sind Blaualgen zu erkennen, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und seine Füße im grünen Wasser nicht sehen kann. Experten empfehlen nur einen kurzen Aufenthalt -oder komplett vermeiden- in seichtem Wasser. Danach sollte man den Körper gründlich mit einem Badetuch abreiben und sich am Besten vorher mit Sonnencreme eincremen. Dies soll den Bakterien den Kontakt mit der Haut erschweren. Sinnvoll ist es, trübe Gewässer bei extremer Hitze zu meiden.

Auswirkungen – Beispiele:

-2017: Tegeler See/Berlin – Mehrere Hunde, 15 Wildtiere (14 Füchse und ein Wildschwein) sterben an Blaualgen

-2018: Alster/Hamburg – Umweltbehörde verhängt Badeverbot in der Alster, 3,8 Kilometerschwimmen beim Ironman wird abgesagt

Todesfälle bisher nicht bekannt

“Eindeutig belegte Todesfälle durch Microcystin-Aufnahme beim Baden oder anderweitiger Freizeitnutzung von Gewässern mit „Blaualgenblüten“ sind bislang nicht bekannt”, so das Umweltbundesamt

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