Hygiene im Schwimmbad

Hygiene im Schwimmbad

Jetzt in der kalten Jahreszeit zieht es einen in Schwimmbäder und Thermen. Vielleicht hat der eine oder andere sogar einen passenden Gutschein im Nikolausstiefel gefunden. Aber wie funktioniert so eine Badelandschaft eigentlich hinter den Kulissen? Wie bleibt das Wasser sauber und was kann jeder selbst dazu beitragen?

Das magische Zauberwort lautet: Wasseraufbereitungsanlage. Sie sorgt für hygienisch einwandfreies Wasser.

Die meisten Verschmutzungen im Wasserbecken bringen die Badegäste selbst mit. Da kann man teils mehr und teils weniger dafür. Jeder Mensch ist zum einen von Mikroorganismen besiedelt. Insbesondere die Haut gibt (harmlose) Bakterien an das Wasser ab. Leider können auch immer mal wieder gefährliche Erreger mit dabei sein. Die Gefahr steigt je höher die Badegastdichte ist. Zum anderen kleben an der Haut Schweißtropfen, Make-Up, lose Haare und vieles mehr. Die Wasseraufbereitungsanlage filtert Verunreinigungen zuverlässig aus dem Wasser. Zusätzlich werden die Schwimmbecken durch sogenannte Indikatorbakterien überwacht.

Die Wasseraufbereitung durch die Anlagen erfolgt in einem Kreislaufsystem: Das Beckenwasser ist ständig in Bewegung. Über die Überlaufrinne am Beckenrand läuft es ab und gelangt in die Wasseraufbereitung. Frisch gereinigt fließt es zurück in das Becken.

Bevor das Wasser in der Anlage gefiltert wird, werden ihm sogenannte Flockungsmittel (insbesondere Aluminium oder Eisensalze) zugeführt. Der Sinn dahinter: Schmutzstoffe aus dem Schwimmwasser verbinden sich mit dem Flockungsmittel zu größeren Flocken, die im Filter besser zurückgehalten werden können. 

Stoffe, die durch Flockung und Filtration nicht entfernt werden können, werden beispielsweise mit Aktivkohle gereinigt. An der porösen Oberfläche bleiben die Stoffe haften und können so aus dem Wasser gefischt werden. Eine andere Variante ist die Bestrahlung der Schadstoffe durch UV-Licht. Manchmal wird in einem ersten Schritt Ozon zur Abtötung von Fremdstoffen verwendet. Anschließend kommt dann die Aktivkohle zum Einsatz, um das Ozon zu entfernen.

Ist das Wasser sauber, wird ihm noch Chlor zur Desinfektion hinzugefügt. Bakterien und Viren werden auf diese Weise binnen kürzester Zeit im Becken dezimiert. 

Der Students4Water-Tipp: Ein gründliches Abduschen vor dem Sprung ins Becken spült Schadstoffe wie zum Beispiel Schweiß oder Kosmetika fort. Das Badewasser bleibt sauberer.

 

Quelle:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/wie-das-schwimmbad-sauber-bleibt

Foto: Pixabay

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