Klima und Schnee

Klima und Schnee

Schnee ist eine wichtige Größe zur Beschreibung des Klimas und ein bedeutender regulierender hydrologischer Faktor. Und das in vielerlei Hinsicht:

– Durch veränderte Reflexionseigenschaften wirkt sich der weiße Wintertraum auf das Klimasystem unseres Planeten aus. Eine mit Schnee bedeckte Erde ist bedeutend kälter, da Schnee 80 bis 90 Prozent der Sonnenstrahlen reflektiert.

– Schnee beeinflusst die Entstehung von Hochdruckgebieten. Beispielsweise strömt trockene, kalte und gleichzeitig sonnige Luft nach Deutschland, wenn Russland von Schnee bedeckt ist.

– Die weiße Pracht hat eine isolierende Wirkung. Tiere und Pflanzen werden dadurch geschützt und sicher durch den Winter gebracht.

– Die durch die Schneeschmelze bedingte Verdunstung von Wasser sorgt für eine höhere Luftfeuchtigkeit. Wolkenbildung und Niederschlag werden dadurch gefördert. Dazu wird die Atmosphäre durch die Verdunstung abgekühlt. 

– Das durch die Schneeschmelze freigesetzte Wasser sichert die Wasserversorgung. Allerdings begünstigt die Schmelze auch die Gefahr von Hochwasser.

 

Seit rund 70 Jahren nehmen Schneefälle und Dauer der Schneesaison auf der Nordhalbkugel unserer Erde ab. Schneegebiete werden kleiner. Das stellt ein immer größer werdendes Problem dar, denn Schnee ist gerade für die nördliche Hemispäre lebensnotwendig:

– Ohne Schnee steigt die Temperatur auf der Nordhalbkugel um fünf Grad Celsius an.

– Gleichzeitig breitet sich der Permafrost aus. Tiere, Pflanzen und vor allem auch Wälder sterben aus.

– Die warme, feuchte Luft vom Atlantik strömt nach Deutschland und sorgt für dauerhaftes Regenwetter.

– in anderen Teilen der Erde fehlt das Schmelzwasser. Boden und Felder trocknen aus. Es kommt zu Waldbränden. Und das Trinkwasser wird knapp.

 

Quellen: 
https://www.ndr.de/ratgeber/Was-ist-Schnee-und-wie-entsteht-er-,schnee2754.html
https://www.3sat.de/wissen/nano/welt-ohne-schnee-100.html

Foto: Pixabay (Simon Steinberger)

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen