Die konkreten Fallbeispiele

Die konkreten Fallbeispiele

Abschlussveranstaltung des Studienprojektes "Welt Wasser Wirtschaft"

An dem heutigen Abend (Dienstag, 02. Juli 2019) findet um 18 Uhr (Einlass 17:30) die Abschlussveranstaltung des Studienprojektes “Welt Wasser Wirtschaft” an dem Standort Goethe-Universität Frankfurt/Main (Casino Gebäude) statt. Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es in dem vorherigen Blogbeitrag nachzulesen: Abendveranstaltung – Interdisziplinäres Studienprojekt der Goethe-Universität

Doch womit haben sich die Studierenden die letzten Monate befasst? Welche Fälle haben Sie beschäftigt? 

Die konkreten Fallbeispiele

1. Dürren in Kalifornien: 

Allein seit dem 21. Jahrhundert plagten bereits 10 Dürren den Südwesten der USA. Von 2012 bis 2015 herrschte in Kalifornien eine der stärksten Dürren. Wassermangel, leere Trinkwasserreservoirs, verheerende Waldbrände und eine dadurch auch geschädigte Landwirtschaft bewegten den Gouverneur Brown offi-ziell im Jahr 2014 den Dürre-Notstand auszurufen. Auch die zunehmende Wassernut-zung verschiedener Stakeholder hatte großen Einfluss auf die Wasserknappheit. Nun will Kalifornien – nach Aussage der Regierung – seine Strategien zum Wassererhalt nachhaltig erneuern.

2. Fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser in Äthiopien – Fokusregion Sululta: 

Als Folge von El Niño bedrohen Wassermangel und Ernteausfall die Menschen in gro-ßen Teilen Äthiopiens. Von 90 Millionen Einwohnern hat nur jeder Dritte Zugang zu sauberem Trinkwasser. Insbesondere Frauen und Kinder nehmen stundenlange Mär-sche auf sich, um ihre Familien mit Wasser zu versorgen. Doch meist sind die unge-fassten Quellen und Wasserlöcher mit Krankheitserregern verschmutzt. Mangelversor-gung und lebensbedrohliche Krankheiten sind die Folgen. Auch die Situation der öf-fentlichen Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle bei der mangelhaften Wasserversorgung.

3. Wassermangel in Pakistan (Punjab und Lahore): 

Pakistan gehört weltweit zu den drei am meisten durch Wasserknappheit bedrohten Ländern. Rund 50 Millionen Men-schen sind von arsenverseuchtem Trinkwasser bedroht. Durch eine immer schnellere Ausbeutung der Grundwasserreserven mit Hilfe von Brunnen brechen die Grundwas-serstöcke zusammen. Dadurch wird das Grundwassers durch Arsen und andere Mine-ralien verseucht. Dabei kann der Staat dort ohnehin nur den Wasserbedarf der Hälfte der 22 Millionen Einwohner decken. Vor allem in den Regionen Punjab und Lahore ist die Rolle der Landwirtschaft entscheidend.
4. Wasserknappheit in Vittel (Frankreich): 

In Vittel gibt es drei Wasserquellen, wovon eine langfristig gefährdet ist. Bei dieser Wasserquelle gibt es eine Fehlmenge: Die ge-meinsam durch alle Nutzer – Nestlé (26 %, eine Großmolkerei 24 % und die Gemeinde Vittel 50 % – entnommene Wassermenge ist aktuell höher als was durch Nieder-schläge natürlich zufließt. Wenn es keine Lösung für die Deckung des Defizits gibt, wird es voraussichtlich ab 2050 zu einer Wasserknappheit in der Gemeinde kommen.

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