Sustainable Development Goals: Fakten zum Thema Wasser (WASH)

Sustainable Development Goals: Fakten zum Thema Wasser (WASH)

In ihrem letzten GLAAS Report (Global Analysis and Assessment of Sanitation and Drinking-Water” 2017 bewertete die UN Water, ob die momentanen finanziellen Mittel für WASH (Water, Sanitation and Hygiene) für die Umsetzung der Sustainable Development Goals im Bezug auf Trinkwasserzugang genügen. Das hochgesteckte Ziel ist es, bis 2030 für jeden Weltbürger das festgelegte Mindestmaß an sauberem, einfach verfügbarem Wasser sowie Sanitäranlagen für die grundlegende hygienische Versorgung bereitzustellen.

Wasser und Sanitäranlagen werden durch die „drei T“ finanziert: Taxes, Transfers and Tariffs. Damit sind gemeint: Steuern von Bürgern und Unternehmen; Geldtransfers wie z.B. Entwicklungshilfe; sowie Gebühren für Wasser, die von Haushalten, Geschäften und der Regierung gezahlt werden.

Der Bericht legt offen, dass die momentan zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel mindestens verdreifacht werden müssten, um für jeden Bürger sicheres und bezahlbares Wasser sowie Sanitäranlagen zur Verfügung zu stellen. Zudem fehlt eine umfassende Finanzierungsstrategie, die ein für alle Regionen anwendbares Grundgerüst darstellt.

Insgesamt fällt die Bilanz ernüchternd aus: Von den im Bericht befragten Ländern gaben 80% an, nicht über ausreichende finanzielle Mittel für die nationalen WASH-Ziele zu verfügen.

Weitere 50% berichteten, dass die von den Haushalten erhobenen Tarife nicht genügten, um die Wasserversorgung instand zu halten, was in einer sich verschlechternden Versorgung resultiert. Obwohl sich während der von der UN ausgerufenen „Wasserdekade“ 2005-2015 die Finanzmittel für die WASH-Ziele verbesserten, ist in der Zukunft mit einem Rückgang der finanziellen Unterstützung zu rechnen.

Bei der Implementierung der gesetzten Ziele fehlt mitunter die Strategie: Nur etwa ein Drittel der Staaten arbeitet mit Finanzplänen, die gemeinsam festgelegt wurden und an die sich alle beteiligten Interessenvertreter halten. Jedoch gaben 70% der Staaten an, ihre Datengrundlage zur Entscheidung zu nutzen, wo und wie Finanzmittel angewandt werden sollen.

70% der Staaten planen, besonders einkommensschwache Bürger zu erreichen. Doch lediglich 25% der für WASH genutzten Finanzmittel wurden genutzt, um grundlegende Versorgungssysteme zu installieren, was als wichtige Methode angesehen wird, um die Wasserversorgung in ländlichen Regionen zu verbessern.

Es besteht also ein deutlicher Handlungsbedarf sowohl auf Seiten der Länder, die Finanzhilfe gewähren, als auch auf Seite der Länder, die sie empfangen. Es bleibt zu hoffen, dass durch finanzielle Mittel und ein wachsendes Bewusstsein für den Wert der Ressource Wasser bis 2030 zumindest ein Teil der Sustainable Development Goals erreicht wird.

Quelle: https://www.unwater.org/water-facts/financing/#

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