Trockener Mars

Trockener Mars

Trocken, kalt, unwirtlich – Der Mars

Wie in unserem letzten Beitrag Wasservorkommen im Universum – Die Zustände beschrieben, existiert auch auf anderen Planeten in unserem Sonnensystem Wasser in verschiedenen Aggregatzuständen. Neben der Erde ist ebenfalls der Mars dafür bekannt, Wasser zu besitzen. Doch nun stellt sich heraus, dass der Mars nach und nach Wasser verliert. Entdeckte ausgetrocknete Seen und Flussbetten deuten darauf hin, dass es vor 4,3 Milliarden Jahren so viel Wasser gab, dass der komplette Planet mit einem 137 Meter tiefen Meer überdeckt werden konnte – So NASA-Forscher. Übrig sind heute nur noch etwa 10 Prozent dieser Menge. Dieses befindet sich an den Polaren in Form von Eis. 

Wasserdampf in der Mars Atmosphäre

Die Jahreszeiten und deren folgenden Klimaveränderungen spielen eine große Rolle. In der stürmischen, trockenen Zeit gelangt 10-100 Mal mehr Wasserdampf in eine Höhe von 80 Kilometern. Die kalten Temperaturen halten den Wasserdampf oben in der Atmosphäre nicht auf. So kann es nicht – wie auf der Erde – zu Wolken kondensieren.

Das Forscherteam stellt sich das Entweichen von Gas so vor: Die Sonne erwärmt die Eisvorkommen an den Mars-Polen, Wasserdampf steigt in die Atmosphäre auf. Die Wassermoleküle werden von Winden immer weiter nach oben getragen, wo es immer kälter wird. Auf der Erde würden sie dann kondensieren, es würden Wolken entstehen. Auf dem Mars geschieht diese Kondensation offenbar meistens nicht, weshalb die Sättigung der Atmosphäre mit Wasserdampf an einigen Stellen sehr hoch ist. Die UV-Strahlung der Sonne zerlegt die Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff – was dann ins Weltall verschwindet.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen