UNICEF und WHO veröffentlichen Bericht über weltweite Wasser- und Hygieneversorgung

UNICEF und WHO veröffentlichen Bericht über weltweite Wasser- und Hygieneversorgung

Obwohl seit dem Jahr 2000 die globale Versorgung mit Trinkwasser sowie Toiletten ausgebaut wurde, haben immer noch lediglich zwei Drittel der Weltbevölkerung Zugang zu sicherem (d.h. jederzeit verfügbarem und gesundheitlich unbedenklichem) Trinkwasser.

Auffällig ist die ungleiche Verteilung der Trinkwasserversorgung: Je nach Land, Einkommen und Urbanisierungsgrad lassen sich gravierende Unterschiede in der Qualität der Wasserversorgung feststellen. Grundsätzlich ist die Versorgung in Industrienationen am besten; haben ärmere Familien seltener Zugang zu sicherem Trinkwasser; ist die Versorgung auf dem Lande schlechter ausgebaut als in der Stadt.

Häufig ist nicht nur die Wasseraufbereitung vor dem Trinken mangelhaft. Das Fehlen von Kläranlagen führt ebenso zu gesundheitlichen Risiken, da Oberflächen- sowie Grundwasser z.B. durch fäkal verunreinigtes Sickerwasser aus Latrinen verunreinigt werden können. Eine ungenügende Versorgung mit Toiletten verursacht potenziell tödliche Krankheiten. Laut UNICEF führt eine mangelnde Sanitärversorgung und daraus resultierende Durchfallerkrankungen jährlich zum Tode von rund 300.000 Kindern unter fünf Jahren.

Grundsätzlich lässt sich jedoch ein positiver Trend bei der Hygieneversorgung feststellen: Etwa 2 Milliarden Menschen wurde seit 2000 der Zugang zu grundlegenden sanitären Einrichtungen ermöglicht. Trotzdem stellt die Erleichterung im Freien nach wie vor ein großes hygienisches Problem dar. Während in 91 Ländern die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu Toiletten haben, verringerte, stieg er in 39 Ländern (vor allem solchen mit einem hohen Bevölkerungswachstum) an.

Erwartungsgemäß wird sich die Trinkwasserversorgungssituation bedingt durch den Klimawandel und das weltweite Bevölkerungswachstum verschärfen. Vor allem solche Gegenden, die bereits jetzt unter Trockenheit leiden, werden vermutlich in den nächsten Jahrzehnten noch mehr mir Dürreperioden zu kämpfen haben.

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