Wassererosion

Wassererosion

Definition
Wassererosion ist die Verlagerung von Bodenmaterial an der Bodenoberfläche durch Wasser als Transportmittel. Es wird zwischen Bereichen mit entweder vorwiegend Abtrag oder übermäßig viel Auftrag unterschieden.

Prozess
Treffen Regentropfen mit hoher kinetischer Energie auf den Boden, führt dies zur Zerstörung von sogenannten Bodenaggregaten (das sind Gefügeelemente, die durch die Ansammlung einzelner Bodenbestandteile, wie zum Beispiel Tonminerale und Sandkörner, zu größeren Einheiten entstehen). Dadurch gelöste Bodenteilchen werden kleinräumig umgelagert und verdichtet. Im Ergebnis bildet sich eine infiltrationshemmende Oberflächenverschlämmung, die bei Hanglage und fortwährendem Regen zu Oberflächenabluss führt. Mit diesem Abfluss werden die gelösten Bodenteilchen wegtransportiert. In Rinnen sammelt sich dann das abfließende Wasser, was zu weiteren Erosionen führen kann. Nimmt die Fließgeschwindigkeit ab, kommt es zur Akkumulation der Bodenteilchen.

Schäden
– Im Abtragsbereich: Verkürzung der Bodenprofile; Verarmung an Humus und Feinbodenteilchen; Beeinträchtigung der Bodenfunktionen; Schäden an Kulturpflanzen sowie Fortspülen von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln.
– Im Auftragsbereich: Verschmutzung und Überflutung von Wegen, Gräben und Siedlungsflächen; Eintrag von Sedimenten, Nähr- und Schadstoffen in Gewässer; Überdeckung von Pflanzen sowie Konzentration von  Dünger und Pflanzenschutzmitteln.

Gefährdung
Geneigte Ackerflächen mit schluff- und feinsandreichen Böden ohne schützende Pflanzendecke sind besonders wassererosionsgefährdet. 

Quellen:
https://www.boden.sachsen.de/wassererosion-19051.html
https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/bodenaggregate/1993

Foto: Pixabay

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