Wassermangel – Täglicher Wassermarsch statt Schulbildung

Wassermangel – Täglicher Wassermarsch statt Schulbildung

Täglicher Wassermarsch raubt Kindern die Möglichkeit auf Schulbildung

Zur Schule gehen, Lesen und Schreiben lernen, einen Abschluss machen – Was für Kinder in Deutschland nerviger Alltag ist, ist für Kinder in Äthiopien eine Traumvorstellung. Viele von Ihnen haben keine Chance auf Schulbildung. Wassermangel in trockenen Ländern sorgt dafür, dass die Menschen dort oft mehrere Stunden zu einer Wasserquelle laufen müssen. Was bei uns nur wenige Sekunden dauert, kann in diesen Ländern schon mal einen halben Tag dauern. In den Familien trägt jeder Verantwortung. So müssen auch die Kinder losziehen, um das lebensnotwendige Wasser zu besorgen. Dies geschieht täglich. Den Kindern wird so die Möglichkeit genommen, in die Schule zu gehen. Traurige Realität für viele Kinder weltweit. 

Der kurze Dokumentationsfilm “Dieses Mädchen verbringt 8 Stunden mit etwas, für das wir nur Sekunden brauchen!” von UNICEF soll Augen öffnen. Er zeigt ein 13-jähriges Mädchen namens Aysha aus Afar, Äthiopien. Sie brauch ganze acht Stunden, um Wasser zu besorgen und nutzt weniger als fünf Liter Wasser am Tag. 

Vergleich: Was wir durchschnittlich in Deutschland verbrauchen

Faktencheck: International gelten 20 Liter Wasser am Tag für eine Person als ausreichend. Doch der tägliche Wasserverbrauch pro Person beträgt in Deutschland durchschnittlich zwischen 100 und 200 Litern. Aber das ist nicht alles: Der indirekte Wasserverbrauch, auch „virtuelles Wasser“ genannt, fällt vielmehr ins Gewicht. Virtuelles Wasser ist das Wasser, das bei der Herstellung von Produkten wie Lebensmitteln und Textilien verdunstet, verbraucht oder auch verschmutzt wird. Wird das virtuelle Wasser mitberücksichtigt, liegt der Pro-Kopf-Wasserverbrauch in Deutschland bei 3.900 Litern pro Tag.

 

 

Hier geht es zu dem Video von UNICEF:

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